Seit dem 30. April steht das Windows 10 April Update (Version 1803) endlich zum download bereit. lange hat es gedauert und im Vorfeld gab es einige Verwirrungen um das Update. Doch seit dem das Update verfügbar ist, steht es unter keinem guten Stern.

Verwirrung um den Namen und den Termin

Das Verwirrspiel beginnt bereits im Februar und im März. Jedes Windows 10 Feature Update bekommt neben dem Codenamen auch einen offiziellen Namen. Normalerweise wird der im Vorfeld bekannt gegeben, jedoch stand im Februar/März noch immer keiner fest. Während des Windows Insider Bug Bashs tauchte dann die Bezeichnung „Spring Creators Update“ im Feedback Hub auf und wurde fortan von den Windows Seiten als inoffizieller, offizieller Name benutzt.

Kurz darauf begannen zwei große internationale Windows Seiten über den Release Termin des „Spring Creators Updates (Version 1803)“ zu spekulieren. Schnell fiel das Datum „10. April 2018„. Man ging davon aus, dass Microsoft das nächste große Update zusammen mit dem Patchday verteilen würde. Nachdem die Build 17133 bereits in den Release Preview Ring gewandert war, sah es so aus als würde der Termin wahr werden.

Doch dann erschien das Update nicht und stattdessen veröffentlichte Microsoft die Build 17134 für Windows Insider. Gerüchten zufolge hatte Microsoft das Update aufgrund eines Fehlers verschoben. Ob diese Aussage stimmt, kann niemand sagen. Doch ein Problem existierte wirklich. Nutzer hatten vermehrt über Bluescreens geklagt. Dieses Problem wurde mit der neuen Version beseitigt.

Die Verwirrung ist nicht so tragisch, immerhin wurde diese von uns Medien ja selbst hervorgerufen. Doch schlimmer sind Probleme in einem fertigen Update.

Es kommt noch schlimmer

Nachdem der April sich zu Ende neigte, verkündete Microsoft endlich den Release und den offiziellen Namen des „Windows 10 April Updates“. Am 30. April wurde das Update zum manuellen Download freigegeben. Eine Woche später, am 8. Mai, wurde das Update dann zusammen mit dem Patchday verteilt. Doch in der kurzen Zeit häuften sich bereits die Fehlermeldungen der Nutzer.

Den Anfang machten mehrere kleine Probleme. Die Timeline blieb leer, Kamera und Mikrofon funktionierten nicht und Cortana öffnete den Internet Explorer anstatt Microsoft Edge. Jedoch konnten all diese Problemchen schnell gelöst werden, da mit dem Update einfach nur ein paar Einstellungen verändert wurden. Alles halb so schlimm!

Doch dann tauchten die größeren Probleme auf. Nutzer von Alienware Laptops und Intel SSDs bekommen das Update gar nicht angezeigt, da es mit diesen Geräten Probleme bei der Installation gibt.

Doch wer das Update installieren kann bleibt nicht vor Fehlern verschont. Bei einigen Nutzern tauchte nach der Installation eine Recovery Partition auf, die alle 5 Minuten meldete, dass sie fast voll sei. Nervig. Andere Nutzer hingegen bekommen ständig Bluescreens angezeigt ohne zu wissen woran es liegt. Auch ich habe dieses Problem auf meinem Gerät festgestellt. Auch frierte Cortana und der Google Chrome Browser beim benutzen mehrfach ein. Andere Nutzer wiederum klagen über einen ständig Abstürzenden Explorer.

Der Patchday der nicht hilft

Am Dienstag hat Microsoft dann im Zuge des Mai Patchdays das kumulative Update KB4103721 veröffentlicht. Damit wurden einige Fehler ausgebessert, darunter auch das einfrieren von Chrome und Cortana. Doch die anderen Fehler sind nach wie vor verfügbar. Zwar existieren oft Workarounds, doch eine dauerhafte Lösung ist das nicht. Doch das kumulative Update hatte es in sich. Denn mit ihm kam ein neuer Fehler dazu und dieser macht die Geräte mit dem Windows 10 April Update reihenweise unbrauchbar. Das Update sorgt für einen Blackscreen, woraufhin das Gerät nicht mehr vernünftig startet (bootet) und zurückgesetzt werden muss.

Das ein Update Fehler verursachen kann ist normal und hängt mit vielen verschiedenen Faktoren zusammen. Doch das ein fertiges Update und ein kumulatives Update so viele spezifische Fehler verursachen ist sehr ungewöhnlich. Seitens Microsoft gibt es zu vielen Fehlern noch kein Statement. Die Nutzer müssen sich anderweitig helfen, zum Fall Creators Update zurückkehren und die Updates aussetzen. Zumindest solange, bis Microsoft die Probleme in den Griff bekommen hat.

Ende des Monats wird es eine zweite Patchday Welle geben. Hoffen wir mal, dass Microsoft bis dahin die Fehler in den Griff bekommen hat. Bisher fällt das windows 10 April Update eher negativ auf und sorgt für schlechte Stimmung innerhalb der Windows Communitys.

Habt ihr das Windows 10 April Update bereits installiert? Wurdet ihr von einem der Fehler überrascht oder läuft bei euch alles ohne Probleme?

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Janik
a.k.a @HoloSparkeon

Ich bin Mitbegründer von Windows Love und seit Juli 2017 Windows Insider MVP. Die Windows Welt ist mein Zuhause und ich könnte mir nichts schöneres als Kacheln vorstellen.

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Detlef Dauder
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Detlef Dauder

Bei mir dauerte nach der Neuinstallation der Herunterfahren 5-10 Minuten

Niclas_3er
Gast
Niclas_3er

Ich bin Insider, heißt ich hatte auch schon die 17133. Habe oder hatte nie einen der oben beschriebenen Fehler.
Gerade bin ich auf der build 17666 (rs5) und habe auch dort keinerlei Probleme. Aber ich hoffe das MS das bald in den Griff bekommt.