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Amazon's Rekognition als Polizei-Identifikationstool

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Rekognition: Coole Technik

Mit "Rekognition", dem Amazon Programm zur Gesichtserkennung, ist es möglich mehrere zehn Millionen Gesichter beinahe in Echtzeit identifizieren. Besonders die amerikanische Polizei nutzt die Software aktuell bereits regelmäßig als Identifikationstool. Da Datenschutz insbesondere im Zusammenhang mit der neuen Datenschutzverordnung, DSGVO, eine zunehmende Rolle spielt, bietet dieses Thema viel Raum für Diskussionen. Wie sich Microsoft mit dem Thema Datenschutz momentan auseinander setzt, findet ihr hier. Aber was hat es mit dem polizeilichen Einsatz der Gesichtserkennungssoftware auf sich? Welche Folgen zieht die Technologie mit sich? Ist es eine coole Technik oder doch eher ein mächtiges Überwachungsinstrument?

Amazon Rekognition erleichtert das Hinzufügen von Bild- und Videoanalysen zu Anwendungen. Du stellst der Rekognition-API einfach ein Bild oder Video zur Verfügung, und der Dienst kann die Objekte, Personen, Texte, Szenen und Aktivitäten identifizieren und unangemessene Inhalte erkennen. Sogar Gesichtsanalyse ist für die Software kein Problem.

„Rekognition“ kombiniert maschinelles Lernen, Bildanalyse und "big data" - sowie einen mobilen und webbasierten Client - um damit unter anderem eine schnelle Suche in Gesichtsdatenbanken zu ermöglichen. Amazon ist bei weitem nicht der einzige Anbieter dieser Technologie. Viele Anbieter - beispielsweise Unternehmen wie Affectiva, Google, IBM, Kairos, Microsoft, NEC, OpenCV und andere - bieten Gesichtserkennungsfunktionen und damit die Möglichkeit, diese einfach für die Suche in großen Datenbeständen zu nutzen.

Letzten November gab Amazonas Ranju Das, der Leiter des Rekognitionsprogramms, bekannt, dass Rekognition um drei neue Fähigkeiten erweitert wurde:

  • Erkennung und Erkennung von Text in Bildern,
  • Echtzeit-Gesichtserkennung über mehrere zehn Millionen Gesichter und
  • Erkennung von bis zu 100 Gesichtern in anspruchsvollen, überfüllten Fotos.

Die Gesichtserkennung bietet folglich vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Die Image-Sharing-Site SmugMug zum Beispiel hilft Fotografen, Marathonläufer anhand ihrer Startnummern zu identifizieren, damit sie mehr Fotos an Marathonteilnehmer verkaufen können.

Ein mächtiges Überwachungsinstrument

In einem Brief an Amazon CEO Jeff Bezos forderten 36 Organisationen Bezos auf, den Verkauf von Rekognition an Regierungen einzustellen. Die Angst vor einem Eingriff in die Privatsphäre des Einzelnen ist groß. Insbesondere die Frage der Privatsphäre, des Datenschutzes und der Datenkontrolle spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle.

"Die Leute sollten frei sein, die Straße entlang zu gehen, ohne von der Regierung beobachtet zu werden. Durch die Automatisierung der Massenüberwachung bedrohen Gesichtserkennungssysteme wie Rekognition diese Freiheit", heißt es im Brief. "Wenn solche leistungsstarken Überwachungssysteme erst einmal gebaut und eingesetzt sind, wird der Schaden extrem schwer rückgängig zu machen sein."

Zudem werden die Ängste durch die zunehmend verfügbaren Bilder aus dem Alltag der Menschen noch verstärkt. Soziale Netzwerke (wie beispielsweise Facebook, WhatsApp, Twitter, etc.), CCTV-Kamera-Feeds, Polizeikameras, sowie viele andere Quellen liefern täglich Daten über das persönliche Leben von Einzelpersonen.

Eine Frage bleibt: Gibt es eine Möglichkeit, autoritäre Regime davon abzuhalten, diese Fähigkeiten zu missbrauchen?

Angesichts der einfachen Verfügbarkeit von Cloud-Diensten, biometrischer Gesichtserkennungstechnologie und mobiler Technologie scheinen potenzielle Überwachungsstaaten keine technischen Hindernisse für den Aufbau und die Weiterentwicklung ihrer eigenen Gesichtserkennungssysteme zu haben. Dennoch scheint die Zeit reif, darüber zu diskutieren, wie solche Systeme eingesetzt werden sollen und wie nicht. Zudem ist es wichtig, alle Benutzer für die Art und Weise verantwortlich zu machen, wie sie Gesichtserkennungssoftwares anwenden, Daten sichern und schützen.

Fazit

Die Technik die hinter dem Ganzen steckt ist insgesamt definitiv beeindruckend! Amazon selbst erklärt, dass technologische Fortschritte nicht nur deshalb eingeschränkt werden sollten, weil sie missbraucht werden könnten. Softwares wie Rekognition bieten vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. Wenn sie richtig eingesetzt werden, können sie eine enorme Hilfe zum Schutz unserer Sicherheit darstellen. Beispielsweise wäre es möglich, Kriminelle anhand von Überwachungsvideos zu identifizieren. Andererseits bedeutet es auch einen weiteren großen Eingriff in die Privatsphäre jedes Einzelnen.

Abschließend bleibt mir nun nur noch eine Frage an euch:

Was denkt ihr persönlich über Gesichtserkennungs-Softwares wie Rekognition?

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Judith

Inaktiv / Aufgehört

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