Durch eine Umstrukturierung innerhalb Microsofts wurde die Leitung und Entwicklung von Windows dem Azure Team übertragen. Deren erstes großes Update, welches momentan den Name 20H1 trägt, enthält viele kleine Neuerungen über die sich jeder Nutzer freuen kann.

Das neue Windows Update kommt allerdings erst im Frühjahr 2020 für alle PCs, dennoch können Windows Insider die neue Version bereits testen. Der aktuellste Build im Fast Ring trägt die Versionsnummer 19013.1102.

Änderungen in der Build 19013.1102

Eines der neuen Features ist das Update der Windows-Shortcuts WIN + Punkt bzw. WIN + Semicolon. Sie enthalten jetzt nicht nur Emojis, sondern auch neue Kaomoji.

Kaomoji sind japanische Emoticons, die aus der Kombination mehrerer Sonderzeichen und/oder Emojis bestehen.

Unter anderem sind in der neusten Build Version folgende Kaomojis enthalten. 

  • ლ(╹◡╹ლ)
  • (⊙_◎)
  • ( ͡~ ͜ʖ ͡°)
  • ಠ_ರೃ
  • (∩^o^)⊃━☆
  • /ᐠ。ꞈ。ᐟ\
  • ヾ(⌐■_■)ノ♪

Nutzer der WSL2 (Windows Subsystem for Linux) dürfen sich seit der Build 19013 über ein besseres Leistungs-Management-System freuen. Wird in der WSL2 nun weniger RAM benutzt, wird dieser freigegeben und Windows zugewiesen, was die Speichergröße dementsprechend verkleinert.

Besonders Gamer werden sich über die Aktualisierung der DirectX 12 Preview die das DirectX 12 Raytracing (Tier 1.1) enthält. Raytracing ist ein Algorithmus zu Berechnung von Sichtbarkeit von Objekten in einem drei Dimensionalen Raum.

Desweiter wurden in der Build 19013 ein Problem gelöst, bei dem die DWM (Desktop Windows Manager) abstürzte, komplett geschlossen wurde oder schwarz-weiß flackerte.

Alle Features des 20H1 Updates

Mehrere Neuerungen können bereits in den Einstellungen entdeckt werden.

Eine der interessantesten Änderungen, die im nächsten Frühjahr offiziell in Windows Einzug finden, ist ein alternativer „Reset“ des PCs. Dabei wird es möglich sein, bei einer „Zurücksetzung auf Werkseinstellungen“ die Auswahl eines „Cloud Downloads“ zu wählen. Windows wird nun, anstatt lokale Daten zu nutzen, die neuste Windows 10 Version von der Cloud beziehen.

Desweitern wird es bei Updates dem Nutzer nun mehr Kontrolle gegeben. Auf der einen Seite kann man die Bandbreite, mit der die Updates bezogen werden, nun selbst wählen. Wichtig wird dies, um Bandbreite für andere Geräte einzusparen, wenn man ein langsameres Internet hat aber dennoch während eines Updates nicht auf alle anderen internetfähigen Endgeräte verzichten möchte.

Auf der anderen Seite erhält man nun die Möglichkeit mehr Kontrolle über die Updates zu ergreifen. Durch einen zusätzlichen Button unter dem Download, kann man nun optionale Updates einsehen und installieren. Bei optionalen Updates handelt es sich um Sogenannte C und D Updates, also Updates, die nicht sicherheitsbedingt erscheinen. Dies ist ein weiterer Schritt um die harte Update-Politik, die Microsoft fährt, aufzuweichen.

Auch der Task-Manager erhält ein kleines, aber wichtiges Detail. Unter dem Reiter Performance wird man nun unter der jeweiligen Disk Auslastung den Typen der Festplatte sehen. Bei mehreren Festplatten ist es nun einfacher den Typ und deren Auslastung zu erkennen. Als privater Computer-Fachmann ist es ebenfalls einfacher den Typ der Festplatte festzustellen. Gamer werden sich freuen, dass es nun auch möglich ist die Temperatur der Grafikkarte im Task Manager zu sehen. Dies ist aber nur für dezidierte Grafikkarten gedacht und wird nicht bei integrierten oder „on Board“ Grafikarten funktionieren.

Wir dürfen uns ebenfalls über viele andere neue Features freuen, die anfänglich unwichtig und klein erscheinen, aber den Alltag für gewisse Bereiche einfacher gestalten werden.

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