Mit der Build 18305, welche gestern Abend für Windows Insider im Fast Ring veröffentlicht wurde, steht ab sofort die neue Windows Sandbox bereit. Die Windows Sandbox ist ein neues Sicherheitsfeature, welches Windows 10 Pro und Enterprise Kunden zur Verfügung steht.

Eine einfache aber sichere Testumgebung

Wenn Unternehmen eine Software ausprobieren möchten, dieser aber nicht zu 100% Vertrauen, dann wird das Programm in einer Virtuellen Maschine installiert. Sollte das Programm sich dann als gefährlich oder gar schädlich entpuppen, kann die Virtuelle Maschine mitsamt Inhalt kinderleicht gelöscht werden. Doch der ganze Vorgang erfordert Aufwand und Zeit.

Um dies zu vereinfachen hat Microsoft nun die Windows Sandbox veröffentlicht. Diese kann jederzeit im laufenden Betrieb auf Knopfdruck erstellt werden. Aktiviert wird die Windows Sandbox über Einstellungen > Apps > Programme und Features > Windows Features.

Statt wie bei einer regulären Virtuellen Maschine wird in der Windows Sandbox ein Image der aktuell installierten Windows 10 Version genutzt. So spart man sich das herunterladen einer passenden ISO Datei. Diese Sandbox ist komplett vom System abgeschottet und läuft in einem sogenannten Container. In diesen laufen auch alle Apps unter Windows 10.

Neben einer Windows 10 Pro oder Enterprise Version werden außerdem 64 Bit-CPU, 4 GB RAM, 1 GB freier Speicherplatz und zwei CPU-Kerne benötigt. Das sollte jeder neuerer PC mitbringen. Außerdem müssen die Virtualisierungs-Funktionen im BIOS aktiv sein.

Bekannte Fehler

Wie es bei einem neuen Feature in Insider Builds üblich ist, gibt es auch einige bekannte Probleme:

  • Wenn Windows Sandbox zum ersten Mal installiert wird und bei jedem Wartungsereignis ein Setup-Prozess ausgeführt wird, der für etwa eine Minute erhebliche CPU- und Festplattenaktivitäten auslöst.
  • Das Öffnen des Startmenüs in der Windows Sandbox dauert einige Zeit und einige Startmenü-Anwendungen werden nicht ausgeführt.
  • Die Zeitzone ist nicht zwischen Windows Sandbox und dem Host synchronisiert.
  • Windows Sandbox unterstützt keine Installer, die einen Neustart erfordern.
  • Der Microsoft Store wird in der Windows Sandbox nicht unterstützt.
  • Windows Sandbox unterstützt keine hohen dpi-Displays sehr gut.
  • Windows Sandbox unterstützt nicht vollständig Multi-Monitor-Konfigurationen.

In den kommenden Builds wird es sicherlich noch einige Anpassungen zum neuen Feature geben. Pünktlich zum Release im Frühjahr 2019 sollte die Windows Sandbox aber Fehlerfrei laufen.

Wie findet ihr die Windows Sandbox? Eine guter Alternative zur VM?

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Quellen
QuelleMicrosoft

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