ASUS ZenBook 13 im Windows-Love.de Test


Wer viel Unterwegs ist braucht auch ein passendes Gerät um von überall aus arbeiten zu können. Auch auf mich trifft das zu, weshalb ich schon seit einiger Zeit auf der Suche nach einem neuen, geeigneten Laptop bin. ASUS war so freundlich und hat mir das ZenBook 13 zum testen bereit gestellt, damit ich mir einen ersten Eindruck von kleinen und vor allem leichten Ultrabooks machen kann.

Die technischen Daten des ZenBook 13:

  • Display: 13,3 Zoll FHD mit 1920 x 1080 Pixel
  • Prozessor: Intel Core i7-8550U
  • Grafikkarte: Intel UHD Graphics 620
  • Arbeitsspeicher: 16 GB LPDDR3
  • Speicher: 512 GB M.2 SSD
  • Anschlüsse: 1 x USB 3.1 Typ-C, 2 x USB 3.0, 1 x HDMI, 3,5mm Audio, Micro-SD Kartenleser
  • Konnektivität: WLAN 802.11 ac + Bluetooth 4.2
  • Maße und Gewicht: 310 x 216 x 13,9mm / 985 Gramm
  • Preis: 1.299,00 €

Design und Verarbeitung

Laut Aussagen von ASUS wurde das ZenBook 13 als das leichteste und eleganteste Ultrabook der Welt entwickelt. Das spiegelt sich auch beim ersten auspacken wieder. Mein Modell, das UX331UAL kommt ohne dedizierte Grafikkarte aus, wodurch es noch dünner und leichter als das bisherige ZenBook 13 ist. Mit einer Höhe von nur 1,39 cm und einem Gewicht von 985 Gramm ist es das reinste Fliegengewicht.

Das Modell das ich erhalten habe kam in der Farbe Deep Dive Blue. Wobei man das Deep sehr wörtlich nehmen kann. Je nachdem wie die Lichtverhältnisse sind, erscheint das ZenBook 13 entweder in blau oder schwarz. Weitere verfügbare Farben sind grau und rosegold. Das Gehäuse des ZenBook 13 besteht aus einer Magnesium-Aluminium-Legierung und ist daher besonders leicht. Dadurch lässt sich das Display auch mit einer Hand öffnen. Praktisch, jedoch verstellt sich das Display dadurch auch sehr schnell bei kleineren Erschütterungen.

Was die Anschlüsse angeht wurde das nötigste verbaut. An der linken Seite befindet sich neben der Ladebuchse ein HDMI Anschluss, ein USB 3.0 Anschluss, der USB 3.1 Typ-C Anschluss und die Status LED. Auf der rechten Seite findet man einen weiteren USB 3.0 Anschluss, den 3,5mm Klinkenstecker und den Micro-SD Kartenleser. Die Lautsprecher von Harman/Kardon befinden sich auf der Unterseite des ZenBook 13 während sich der Lüfter hinter dem Display Scharnier versteckt.

Tastatur und Touchpad

Für jemanden wie mich, der viel schreibt ist die Tastatur mit am wichtigsten an einem Laptop. Die des ZenBook 13 gefällt mir sehr gut, denn im vergleich zu meinem mittlerweile 3 Jahre altem Laptop hat sich dort einiges getan. Das Tippgefühl ist sehr angenehm, jedoch könnten die Tasten etwas leiser sein beim Tippen. Für das Tippen im dunkeln verfügt die Tastatur des ZenBook 13 über eine Tastaturbeleuchtung die man in 3-Stufen regulieren kann. Ein praktisches Feature welches ich in den vergangenen drei Wochen sehr zu Schätzen gewonnen habe. Jedoch gibt es auch etwas negatives, was mich sehr gestört hat. Der Schalter zum ein- und ausschalten des Laptops befindet sich direkt neben der “Entf” Taste an der rechten oberen Seite. Da ich diese Taste jedoch oft verwende kommt es sehr oft vor, dass ich stattdessen das ZenBook in den Ruhemodus versetze. Hier hätte man mMn eine andere Position suchen müssen.

Eigentlich bin ich kein Freund von Touchpads. Das mag vor allem daran liegen, dass das Touchpad meines Laptops recht klein und ungenau ist. Außerdem mangelt es an Funktionen, weshalb ich am liebsten eine Maus zum arbeiten benutze. Das Touchpad im ZenBook 13 hingegen ist hervorragend. Mit einer Diagonale von ca. 12 Zentimetern eignet es sich hervorragend zum arbeiten. Außerdem unterstützt es Multi-Touch und Multi-Gesten mit bis zu 4-Fingern. Im Test klappte dies hervorragend. Durch die glatte Glasfaserbeschichtung gleitet der Finger nur so über das Touchpad.

Rechts vom Touchpad, unterhalb der Pfeiltasten befindet sich außerdem ein Fingerabdruckscanner der Windows Hello unterstützt. Nach dem einrichten erkennt der Scanner den Finger sehr zuverlässig und entsperrt den PC im Bruchteil einer Sekunde. Im Test habe ich festgestellt, dass mir ohne Fingerabdruckscanner und Tastaturbeleuchtung ab sofort kein Laptop mehr ins Haus kommt.

Display und Sound

Im ASUS ZenBook 13 wurde ein 13,3 Zoll großes, mattes Full HD Display (1920 x 1080) verbaut. Selbst wenn es draußen sehr hell ist, kann man noch immer die Inhalte auf dem Display hervorragend  erkennen. Ein wichtiges Merkmal für ein Ultrabook. Auch die Blickwinkelstabilität ist hervorragend. Mit zwei oder drei Personen auf dem Laptop einen Film schauen sollte kein Problem darstellen, jedoch sollte man Unterwegs keine sensiblen Daten aufrufen. Immerhin könnte der Sitznachbar einen Blick darauf werfen. Im Gegensatz zu den meisten neueren Modellen ist das ZenBook 13 noch nicht “Rahmenlos” sondern verfügt über einen ca. 7mm großen Rand. Daher bezeichnet ASUS das Design auch als NanoEdge Bezel. Mir persönlich ist es jedoch egal wie groß der Rand ist, auch wenn sich das wiederum auf die Größe des Gerätes auswirkt.

Der Klang der Haman/Kardon Lautsprecher ist ebenfalls hervorragend. Für ein so kleines und leichtes Ultrabook habe ich einen solchen Klang nicht erwartet. Es hat mir sehr viel spaß gemacht während des Tests immer wieder Serien, Filme und Musikvideos anzuschauen. Alles in allem bieten Display und Sound ein gutes Paket um neben der Arbeit auch mal mit einem Film abschalten zu können.

Performance

Das Thema Performance ist ja immer so eine Sache. Ohne das man einen Benchmarktest macht, wirken alle Geräte heutzutage so gut wie gleich was die Leistung angeht. Mein Testgerät verfügt über 16 GB Ram, einen i7 Prozessor der 8. Generation und einer 512 GB großen SSD. Das ist schon gefühlter Luxus im Vergleich zu meinem alten Laptop.

Zum Start von Windows 10 sagte man noch, dass 4 GB RAM vollkommen ausreichen würden. Schon damals habe ich ein Gerät mit 8 GB RAM Ausgewählt, was man heutzutage bereits als Standard nutzen sollte. Browser wie Microsoft Edge oder Google Chrome sind sehr Speicherhungrig, wodurch 8 GB gefühlt ein Witz sind. Mit meiner Ausstattung hatte den gesamten Test über keine Probleme. Mal eben 15+ Tabs in Microsoft Edge aufhaben? Kein Problem. Des Taskmanager zeigt eine RAM Auslastung von rund 50% an und auch der Prozessor hat keine Probleme damit. Auch die SSD lieferte Hervorragende Werte.

Alles in allem kann man sagen, dass die Ausstattung meines Testgeräts hervorragend ist und es spaß macht damit zu arbeiten. Das spiegelt sich aber auch im Preis wieder. Mit rund 1.300 Euro ist das ASUS ZenBook 13 kein Schnäppchen. Im Gegensatz zu anderen Modellen fehlt es dem ASUS ZenBook jedoch an einer dedizierten Grafikkarte. Diese wurde bewusst weggelassen um es noch leichter zu machen. Die integrierte Intel UHD 620 Grafikkarte reicht zumindest für kleinere Spiele aus, die man Zwischendurch spielen kann und wenig Leistung erfordern. Ori and the Blind Forest oder auch Cuphead ließen sich flüssig spielen. Die Minecraft Java Version und ShellShock Live kamen in den Standardeinstellungen auf rund 40 Bilder pro Sekunde (FPS), was recht ordentliche Werte sind.

Die Leistung des ZenBook ist im Akkubetrieb jedoch gedrosselt um Strom zu sparen. Das habe ich vor allem bei der Installation des Windows 10 Oktober Updates gemerkt. Dieses dauerte weit über eine Stunde. Hätte ich das Netzteil verwendet wäre die Leistung höher gewesen und die Installation wäre schneller beendet gewesen.

Akkulaufzeit

Bei der Akkulaufzeit von Geräten streiten sich die Geister. Die Hersteller prahlen mit unglaublichen Werten und bei der Nutzung holt einem dann die Realität ein. Das ZenBook 13 wird mit einer Akkulaufzeit von bis zu 15 Stunden beworben. Das klingt zu schön um wahr zu sein. Wahrscheinlich erreiche ich diese nur dann, wenn ich den PC überwiegend im Stand-By Modus bei mir haben und ihn nur gelegentlich verwende.

Bei mir hielt der Akku zwischen 6 und 8 Stunden, je nachdem wie sehr ich das Gerät beansprucht habe. Im Test hatte ich immer rund 10 – 15 Tabs in Microsoft Edge, die Twitter PWA und die Telegram Desktop App offen. Zwischendurch auch mal Discord oder myTube um Videos zu schauen. Beim Spielen ist der Akku jedoch bereits nach rund 2 Stunden leer und muss wieder aufgeladen werden.

Macht der Akku einmal schlapp ist das ZenBook 13 mit dem mitgelieferten Netzteil schnell wieder voll. Der Ladevorgang dauert nur rund 1 1/2 bis 2 Stunden. Zumindest bei mir. während ich weiterhin am arbeiten bin. Für ein Gerät mit dem man viel Unterwegs gehen kann ist das sehr gut. Jedoch dreht beim Ladevorgang der Lüfter auf und zwischendurch hört man ein Fiep-Geräusch, was bei der Arbeit als störend empfunden werden kann.

Fazit

Alles in allem ist das ASUS ZenBook 13 ein hervorragendes Ultrabook. Die 13,3 Zoll wirkten größer als ich zuerst vermutet hatte. Zusammen mit dem geringen Gewicht eignet sich das Gerät perfekt für die Arbeit unterwegs. Die Leistung die einem geboten wird sorgt dafür, dass auch das arbeiten Spaß macht und man nicht unnötig aufgehalten wird. Leider kommt der wirklich Spaß etwas kurz, wodurch man auf Gelegenheitsspiele ausweichen muss. Die Akkulaufzeit ist in Ordnung, könnte jedoch besser sein. Anstatt die Geräte immer kompakter und leichter zu gestalten, würde ich mir lieber einen noch größeren Akku wünschen.

Wer das Geld aufbringen kann findet mit dem ASUS ZenBook 13 einen tollen Begleiter. Man sollte aber im Vorfeld schauen ob andere Hersteller ähnliche Geräte nicht noch günstiger anbieten. Die ZenBook Reihe ist immerhin für seine Premium-Preise bekannt.

Leider endet nun der dreiwöchige Test und ich muss das ZenBook schweren Herzens zurückschicken. Durch den Test konnte ich mir jedoch ein besseres Bild von aktuellen Geräten machen, was mir bei der künftigen Auswahl sicherlich helfen wird.

Windows-Love.de Wertung
  • 95%
    Design und Verarbeitung - 95%
  • 90%
    Tastatur und Touchpad - 90%
  • 95%
    Display und Sound - 95%
  • 95%
    Performance - 95%
  • 85%
    Akkulaufzeit - 85%
92%

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