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Belgische Kommission bestätigt: Lootboxen sind Glücksspiel

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  7. Belgische Kommission bestätigt: Lootboxen sind Glücksspiel

Vor ein paar Tagen berichteten wir über EAs Dilemma mit den Microtransaktionen. Dieses Thema hat schnell große Wellen geschlagen und sogar die belgische Glücksspielbehörde hatte sich zuletzt zu Wort gemeldet. Dort wollte man das Thema Lootboxen überprüfen, da es eine Gefahr für minderjährige Spieler sei. Nun wurde das Ergebnis bekannt gegeben!

Lootboxen sind Glücksspiel!

Gestern Abend berichtete der belgische Nachrichtensender VTM NIEUWS von dem überraschenden Urteil, wonach Lootboxen in Belgien nun offiziell als Glücksspiel eingestuft werden. Da man beim Kauf dieser Lootboxen nicht genau erkennen kann was man überhaupt bekommt, gelten diese ab nun als Glücksspiel. Gerade für die minderjährigen Spieler ist dies eine Gefahr. Kinder und Jugendliche verbringen heutzutage immer mehr Zeit mit Videospielen und einige entwickeln dabei auch ein Suchtverhalten. Man möchte mit anderen mithalten, da dies auf dauer aber nicht so einfach geht wird man mehr und mehr dazu verleitet, Lootboxen zu kaufen um weiter zu kommen. Junge Menschen kommen dadurch sehr früh in den Kontakt mit Glücksspiel was sehr gefährlich sein kann. Sie könnten sich schon sehr früh verschulden!

Der belgische Justizminister will In-Game-Käufe, aus denen nicht erkennbar ist, was der Spieler erhält, völlig verbieten. „Belgien ist der erste Schritt. Wir wollen, dass dieses System in ganz Europa als Glücksspiel verboten wird. Dieser Prozess wird allerdings Zeit brauchen“. Das Urteil ist in Belgien bereits rechtskräftig!

Dunkle Wolken über der Spieleindstrie

Der Skandal um die Lootboxen in Battlefront 2 rückt nun die Spieleindustrie in ein falsches Licht. In vielen Studios wurden "Notfall" Konferenzen abgehalten um über die Thematik und das Urteil aus Belgien zu diskutieren. Einige Hersteller gaben bereits bekannt auf solch ein System in Ihren Spielen zu verzichten und schießen nebenbei Richtung EA wie das polnische Entwicklerstudio CD Projekt Red.

Viele Spieler sind verunsichert und die Entwickler müssen nun das Vertrauen der Spieler zurückgewinnen. Jetzt wo jedoch nach und nach immer mehr Länder auf den belgischen Zug aufspringen werden, müssen sich die Spiele Entwickler etwas einfallen lassen. EA hingegen hat den Bogen überspannt und das Vertrauen der Spieler auf lange Zeit verloren.

Was bringt die Zukunft?

Ich hoffe dass sich mehr Länder an den Protest gegen die Lootboxen in Spielen beteiligen und diese Weltweit verbieten. Es ist verständlich das kostenlose Spiele durch irgendwas finanziert werden müssem, aber solche In-Game Käufe brauchen einerseits ein Limit, andererseits dürfen die Entwickler es damit auch nicht übertreiben (siehe EA). In Vollpreistiteln wie Fifa oder Battlefront 2 haben solche In-Game Käufe meiner Meinung nach nichts verloren.

In China sind Lootbox Systeme seit dem 1. Mai 2017 als Glücksspiel eingestuft worden. Spiele-Publisher, Game-Studios sowie Anbieter von Online-Browser-Games müssen exakt den Namen, die Eigenschaften und die genau Stückzahl der virtuellen Gegenstände angeben, die der Spieler erhalten kann. Diese Informationen müssen zwingend auf den Publisher-Webseiten oder im Spiel selbst veröffentlicht werden. Für Firmen wie EA, die mit "Chancen" auf etwas die Kunden zum Kauf bewegen würde so eine Regelung die Spiele Maßgeblich verändern.

Wie steht Ihr zum Thema Lootboxen in Spielen? Seid Ihr ebenfalls für ein Verbot oder eher für eine strikte Regelung?

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Janik

Inaktiv / Aufgehört

Ich bin Mitbegründer von Windows Love und seit Juli 2017 Windows Insider MVP. Die Windows Welt ist mein Zuhause und ich könnte mir nichts schöneres als Kacheln vorstellen.

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