Heutzutage tragen wir sehr viele technische Geräte mit uns herum. Egal ob Smartphone, Fitness-Tracker, Bluetooth-Kopfhörer, portable Spielekonsole oder aber unsere Notebooks. Sie alle haben eines gemeinsam: Damit sie funktionieren benötigen sie Strom.

Benötigen die Geräte einmal Strom, so kann man sie jederzeit wieder aufladen. Doch wenn man sich nicht gerade Zuhause befindet, ist es oft schwer eine Steckdose zu finden. Für solche Fälle gibt es Powerbänke, portable Stromspeicher für unterwegs. Powerbänke gibt es in verschiedenen Größen für verschiedene Nutzungsszenarios. Wer viele Geräte mit sich trägt und auf Nummer sicher gehen möchte, kauft sich daher eine besonders große Powerbank. Doch das Angebot ist groß und nicht alle sind ihr Geld Wert.

Da meine Technik-Familie im Januar mit dem Matebook D (ein ausführlicher Test folgt noch) Zuwachs bekommen hat, war ich auf der Suche nach einer neuen, großen Powerbank für Unterwegs. Der Hersteller Anker war so freundlich mir ihre USB Typ-C Powerbank mit 26.800 mAh und Power Delivery für einen Test zur Verfügung zu stellen.

Aussehen, Verarbeitung und Lieferumfang:


Geliefert wird die Powerbank in der üblichen, blau-weißen Verpackung, wie man sie bereits von anderen Anker Produkten kennt. Im inneren befindet sich die besagte Powerbank, die Supportkarte, eine Schnellstart-Anleitung ,ein USB Typ-C zu USB Typ-C Kabel, ein USB zu Micro-USB Kabel sowie ein kleiner Nylonbeutel. In diesem kann die Powerbank und die Kabel transportiert werden.

Die Powerbank ist aus Alu/Metall gefertigt, welches schwarz lackiert wurde und sich sehr hochwertig anfühlt. Mit Maßen von 180 x 80 x 24mm ist die Powerbank sehr groß und das merkt man auch am Gewicht. Mit rund 580 Gramm nicht gerade leicht zu transportieren. Auf der Oberseite befindet sich der Ein/Ausschalter zusammen mit der LAdestands-Anzeige, während man die Anschlüsse auf der Vorderseite findet. Zur Verfügung stehen dort zwei USB Anschlüsse und ein USB Typ-C Ein- und Ausgang. Die beiden USB Anschlüsse verfügen über PowerIQ und VoltageBoost Technologien, der Typ-C Anschluss nutzt die Power Delivery Technik. Der USB Typ-C Anschluss dient dabei nicht nur zum laden von externen Geräten, sondern auch zum Laden der Powerbank.

Funktionen:


Mit der Powerbank von Anker lassen sich bis zu 3 Geräte gleichzeitig laden. Praktisch, wenn man selbst viele Geräte dabei hat oder Freunden aushelfen muss. Einer der drei Anschlüsse ist ein USB Typ-C Anschluss. Mit dem beigelegten Kabel lassen sich so Geräte die ebenfalls über einen Typ-C Anschluss verfügen am leichtesten aufladen. Der Anschluss liefert dabei zwischen 5V=3A, 9V=3A, 15V=2A und 20V=1.25A an Strom an die angeschlossenen Geräte. Mithilfe der Power Delivery Technik lassen sich so Smartphones, Tablets aber auch Notebooks über diesen Anschluss laden. Aufgrund der Ausgabemenge lassen sich jedoch nicht alle Geräte gleichschnell laden. Mehr dazu später.

Die beiden USB-Anschlüsse laden Geräte mit PowerIQ und VoltageBoost Technologien auf. Dabei erkennt die Powerbank, welche Spannung das angeschlossene Gerät benötigt und liefert die bestmögliche Ausgabe zum laden. Quick Charge 3 wird nicht unterstützt, stattdessen kommt Ankers VoltageBoost Technologie zum Einsatz. Mit dieser lassen sich alle Geräte viel schneller laden. Über die PowerIQ Ausgänge wird eine Spannung von 5V=3A übertragen.

Zwei USB Anschlüsse mit PowerIQ. Daneben der Typ-C Ein-/Ausgang

Weg von der Theorie, kommen wir zur Praxis. Hauptsächlich ging es darum, wie schnell lässt sich die Powerbank laden, wie lange hält sie bei Smartphones durch und wie lange beim Notebook.

Einmal leer lässt sich die Powerbank in rund 4-5 Stunden über ein USB Typ-C Netzteil aufladen. In meinem Fall war es das Netzteil von meinem Matebook D. Dieses liefert bis zu 60 Watt, wovon die Powerbank nur mit 30 Watt geladen werden kann. Über Nacht lässt sich die 26.800 mAh große Powerbank also ohne Probleme wieder aufladen. Wer kein schnelles Ladegerät zur Hand hat, muss mit längeren Wartezeiten rechnen. Da die Powerbank nur über einen Einfang geladen werden kann, gibt es hier auch keine weiteren Möglichkeiten die Ladezeiten zu verkürzen.

Mein Lumia 950 XL, welches bisher aufgrund von Akkuproblemen nur noch als Hotspot herhielt, war fast dauerhaft an der Powerbank angeschlossen. Nach rund 12 Stunden in dem das Handy durchgehend an der Powerbank hing, zeigten die LEDs noch rund die hälfte an Kapazität an. Im Einzeltest ließ sich das Handy insgesamt rund 7 mal Aufladen bevor die Powerbank wieder an die Steckdose musste. Damit geht einem Unterwegs auf keinem Fall der Saft aus.

Beim Matebook D hingegen sieht die Sache anders aus. Hier gibt es ein kleines Problem. Mein Matebook wird mit 60 Watt an der Steckdose geladen und ist schnell wieder Aufgeladen. Die Powerbank von Anker schafft jedoch nur maximal 30 Watt im Ausgang. Während der normalen Benutzung (Surfen, Artikel schreiben, Videos schauen, Office) schafft es die Powerbank den Laptop wieder aufzuladen. Jedoch dauert dies über 2, bis fast 3 Stunden. Danach ist die Powerbank komplett entleert. Unter Last (Gaming) schafft es die Powerbank nur den Akkustand zu halten und ist nach rund 45-60 Minuten entleert. Sie lädt zwar nicht schnell, aber um Unterwegs etwas Energie nachzufüllen reicht es vollkommen aus.

Technische Details:


Kommen wir nochmal zu den technischen Details der Powerbank.

  • Kapazität: 26800 mAh
  • USB-C Input /Output (Power Delivery): 5V=3A, 9V=3A, 15V=2A; 20V=1.25AA
  • USB Output 1 (PowerIQ): 5V=3A
  • USB Output 2 (PowerIQ): 5V=3A
  • Dimensionen: 180 x 80 x 24mm
  • Gewicht: 580g
  • Preis: 119,99 Euro

Weitere Hardware Tests auf Windows-Love.de können Sie hier lesen.

Anker Powercore + mit 26.800 mAh und Power Delivery im Windows-Love.de Test

Pro

  • sehr großer Akku
  • mitgelieferte Tasche, USB Typ-C auf Typ-C Kabel und USB auf Micro-USB Kabel
  • sehr gute Qualität
  • toller Support

Kontra

  • hoher Preis
  • etwas schwer
  • Typ-C Input/Output nur 30 Watt
  • keine zweite Lademöglichkeit

85 %

FAZIT

Der Anker PowerCore+ hat mit 26.800 maH einen sehr großen Akku für Unterwegs. Das merkt man aber auch am Gewicht. Mit 580 Gramm hält sich das aber noch in grenzen. Die Powerbank bietet viele Anschlussmöglichkeiten ,lässt sich aber nur über einen Anschluss wieder aufladen. Die Ausgangsspannung vom Typ-C Output ist mit 30 Watt etwas schwach, 60 Watt wären mir hier lieber. Die Qualität der Powerbank und das mitgelieferte Zubehör kosten rund 120 Euro. Ein sehr hoher Preis, mir persönlich zu hoch. Würden es keine Contra Punkte geben, könnte man da sicherlich noch drüber hinwegsehen.

Anker PowerCore+ mit 26.800 mAh PD

Webseite: Link

Preis: 119,99 Euro

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