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Vorwort

Wir leben in der Zeit wo uns Technik einen großen Teil abnimmt. Wir können virtuell Notizen machen, Apps installieren und alles was wir benötigen zusammengefasst in einem Smartphone mittragen. Doch was ist wenn wir Zuhause sind? Serien wie Eureka haben uns gezeigt wie es wäre mit einer KI unter einem Dach zu leben.

Doch was stellt man sich unter einer KI vor? Home Assistenten wie Alexa sind momentan auf dem Vormarsch. In jedem Raum des Hauses vernetzt bieten sie ein Netzwerk für verschiedenste Funktionen. Durch die integrierten Lautsprecher kann Alexa Befehle klar und deutlich aufnehmen und verarbeiten. Funktionen wie seine Haushaltsgeräte steuern und das einschalten der Zimmerlampe über eine KI wirkt fast wie Sciene-Fiction. Doch nun haben wir in diesem Jahrhundert das Glück davon zu profitieren. Es wird in den nächsten Jahren noch weiteren Fortschritt geben, da bin ich mir sicher.

Cortana: Möglichkeit zur Home Assistentin?

Doch was ist mit anderen KI’s wie z.B Cortana? Wieso gibt es noch kein Gerät für sein Zuhause? Nun das mag unter anderem daran liegen, dass Cortana momentan in Windows Geräten innewohnt und den Benutzern tatkräftig zur Seite steht. Cortana hat in den letzten Jahren einen stetigen Wandel durchlebt. Immer mehr Funktionen und Erleichterungen kamen hinzu. Das ist auch der großartigen Community zu verdanken und dem Team hinter Cortana.

Microsofts Antwort auf Alexa & Co ist das Home Hub. Microsoft verfolgt mit dem Home Hub einen ähnlichen Ansatz wie mit dem Echo Show. Es soll den Windows 10 Desktop erweitern und ähnlich wie eine Pinnwand fungieren die vor allem mit der Stimme bedient wird. Des weiteren kann man auch Smart-Home-Komponenten steuern. Mit einfachen Befehlen wie „schalte das Licht im Wohnzimmer ein“. Microsofts Idee ist es, dass Home-Hub-fähige Geräte etwa in der Wohnküche verwendet werden, um der Familie die Planung des Alltags zu erleichtern.

Vermutlich wird Home Hub Teil des nächsten großen Windows-10-Updates, das im Herbst 2017 erscheinen soll. Microsoft will mit Geräteherstellern wie HP und Lenovo zusammenarbeiten, um spezielle Home-Hub-Geräte auf den Markt zu bringen. Das können kleine Mini-PCs im Echo-Show-Format sein, aber es könnten auch andere neue Formfaktoren möglich sein. Bisher habe ich aber noch keine weiteren Informationen finden können. Nun heißt es abwarten und Tee trinken.


Cortana: Gibt es Alternativen zu Microsofts offiziellen Plänen oder Konzepte?

Das viele Benutzer sich ein Leben mit Cortana vorstellen können zeigen einige Konzeptideen und Umsetzungen. Ich habe euch einige herausgesucht.

 

Cortana als 3D Assistentin

Ein Entwickler der Seite „http://unt1tled.comuntitled network“ hat sein Arbeitskonzept einer Cortana 3D Umsetzung vorgestellt. Der Entwickler wollte eine Alternative zu Amazons Alexa oder Google Home basteln und daraus resultierte dieses Ergebnis.


Wie wurde es gebaut?

*Anlagen für Erklärungen weiter unten

Für den Illusioneffekt wird ein sogenanntes *“Pepper’s Ghost hologram“ verwendet das die Windows 10 Cortana Features verwendet und darstellt. Dahinter steckt ein Windows 10 Gerät mit 4 GB Ram. Außerdem ist ein Arduino Board verbaut, um die Plattform Lichter zu steuern. Oben sitzt ein portabler USB Monitor der reflektierend auf die 3 Scheiben des Spiegelglases wirkt. Die Bauteile sind alle eigens mit einem 3D Drucker erstellt. Ebenso gibt ist ein omnidirektionales Mikrofon, das oben auf dem Gerät sitzt, und ein anständiger Mini-Lautsprecher, der in Cortanas Sockel gebaut ist.

Die Software, die es ausführt, besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen: Eine Unity-3D-App, die Cortana in drei verschiedenen Kamerawinkeln präsentiert und animiert und mit einer zweiten App kommuniziert: einen Proxy-Service, der Daten an den nativen Cortana-Webdienst abgibt. Die Proxy-App verarbeitet dann das HTML aus Cortanas Ergebnisabfragen, die dann in der Unity App präsentiert werden. Außerdem verfügt das Gerät auch über eine Echtzeit-Gesichtsverfolgung mit der vorderseitigen Kamera, die die gerenderte Kameraperspektive in Bezug auf die Kopfposition eines einzelnen Betrachters bewegt – das macht es ein bisschen mehr dreidimensional, wenn es ihm zugewandt ist. Die App steuert auch einen LED-Streifen, der den Rand der Plattform umgibt.

Cortanas Animationen wurden mit Hilfe von Bewegungsaufnahmen der Frau des Entwicklers aufgenommen. Es wurden zwei *Kinects benutzt, um die  Bewegungen aufzuzeichnen und sie auf dann auf das Cortana-Modell in Unity zu legen. Andere Animationen würden eine Reihe von Bildschirmen enthalten, die Cortana mit ihren Handbewegungen hervorbringt. Jeder Bildschirm zeigt bei jeder Benutzung eine dynamische Animation an und jede Schleife spielt einen zufälligen Bildschirm beim Start. Dies macht die Animation semi einzigartig bei jeder Abfrage. Der Entwickler hat noch mehr Animationsideen für die Abfragenverarbeitung, ist aber noch nicht dazu gekommen.

Die Antwortkarte der Abfrage wird auf einem der Bildschirme wiedergegeben und dargestellt und wird zum Betrachter umgedreht. Dies geschieht, indem in dem man zuerst das html in einen sogenannten *“headless Browser“ baut und dann seinen Inhalt ändert, um auf einem dunklen Hintergrund gut auszusehen.

Eine Herausforderung war es zu wissen wann die Cortana in der App gezeigt wird und wann sie verborgen ist. Weil Cortana eine UWP-App ist, verhindert das Sandbox-Design Window Handle Aufrufe wie Win32 Apps und sperrt einen aus dem Lesen seines UI-Inhalts. Letztlich fiel die Entscheidung auf die Überwachung von einer einzelnen Pixel-Farbe in der Taskleiste, um festzustellen, wann die Cortana UI vorhanden war.

Da dies alles mit der nativen Windows 10 Cortana umgesetzt ist, kann man dieses Gerät nicht nur für wissensbasierte Abfragen nutzen, sondern auch für die Hausautomation oder dem Abspielen von Musik. Der Entwickler möchte die Funktionalität erweitern, indem er einfache UWP-Apps baue, die die Cortana-Integration erfüllen und er sie entsprechend benutze. Momentan ist das aber erstmals alles und in der Zukunft kann man vielleicht mehr erwarten.

 

Anlagen*:

Kinect (abgeleitet vom englischen kinetic connect, deutsch Kinetische Verbindung) ist eine Hardware zur Steuerung der Videospielkonsole Xbox 360, die seit Anfang November 2010 verkauft wird. Kinect wurde von Microsoft zusammen mit der Firma PrimeSense entwickelt. Spieler können damit anstatt mittels herkömmlicher Gamepads allein durch Körperbewegungen die Software bedienen. Kinect wurde erstmals auf der Spielemesse E3 am 1. Juni 2009, damals noch unter dem Codenamen Project Natal, der Öffentlichkeit vorgestellt.

Pepper’s ghost ist ein nach John Henry Pepper benannter im 19. Jahrhundert entwickelter Illusionstrick mit Spiegeln. Dabei wird mittels eines Flachglases und spezieller Beleuchtung vor und hinter der Scheibe der Eindruck erzeugt, teilweise durchsichtige Objekte würden erscheinen und verschwinden. Der Trick wird besonders im Theater und bei Gruselattraktionen benutzt.

Ein headless Browser ist ein Webbrowser ohne grafische Benutzeroberfläche. Headless-Browser bieten automatisierte Steuerung einer Webseite in einer Umgebung ähnlich wie beliebte Webbrowser, werden aber über eine Befehlszeilenschnittstelle oder über eine Netzwerkkommunikation ausgeführt. Sie sind besonders nützlich für das Testen von Webseiten, da sie in der Lage sind, HTML zu veranschaulichen und zu verstehen, wie es der Browser tun würde, einschließlich Styling-Elemente wie Seitenlayout, Farbe, Schriftartauswahl und Ausführung von JavaScript und AJAX, die normalerweise nicht verfügbar sind, wenn man andere Prüfmethoden verwenden würde.

Quelle: unt1tled.com


Cortana als Lautsprecher wie Alexa

Harman Kardon hat einen ersten Lautsprecher mit Cortana als digitale Assistentin vorgestellt. Der smarte Lautsprecher ähnelt vom Funktionsumfang her den Echo-Lautsprechern von Amazon. Die Nutzung von Skype ist bei diesem Gerät möglich.

Der erste smarte Lautsprecher mit Cortana soll im Herbst dieses Jahres erscheinen – er kommt allerdings nicht von Microsoft, sondern von Harman Kardon. Der Lautsprecherspezialist hatte bereits im Dezember 2016 verkündet, an einem smarten Lautsprecher mit Cortana zu arbeiten und ihn dieses Jahr auf den Markt bringen zu wollen. Vorerst wird es den Invoke getauften Lautsprecher nur in den USA geben, einen Preis dafür hat der Hersteller noch nicht genannt.


Design

Das Design ähnelt dem vom Alexa sehr. Beide stecken in einem hohen Zylinder, der den Klang rundum verteilt. Oben haben beide einen Drehring zum regulieren der Lautstärke. Im Unterschied zum Echo-Modell ist der Invoke unten dicker als oben. Es gibt 7 Mikrophone die sensibel in den Raum hören, um eventuelle Sprachbefehle entgegen zunehmen. Cortana reagiert so auf ihr Signalwort und interagiert dann mit der Stimme des Anwenders.

Cortana hilft dir im Alltag

Neben der Wiedergabe von Musik kann sie die gewohnten Aufgaben bewältigen. Sie informiert über das Wetter, kann Termine verwalten, auf Status hinweisen, aktuelle Neuigkeiten mitteilen oder das Smart Home steuern.

Microsoft will Cortana langfristig für Drittanbieter öffnen. Entwickler können Skills anbieten, die Cortana neue Funktionen beibringen. Dieses Konzept verwendet Amazon auch bei Alexa. Mit Hilfe von Skills werden neue Funktionen bereitgestellt, die in Alexa selbst nicht enthalten sind

Quelle: teilweise Golem.de


Fazit

Es gibt einige interessante Konzepte. Die Umsetzung für das Smart Home wird für die meisten Cortana Liebhaber eine Herzerwärmung sein. Dennoch ist die Erstveröffentlichung des Cortana Lautsprechers erstmal nur in den USA geplant, was natürlich sehr schade ist. Aber vielleicht kommt es ja nach Deutschland. Des weiteren haben wir einen Entwickler gesehen der sich seine eigene Version mit viel Vorstellungskraft gebaut hat. Ein netter Ansatz vllt auch zum Selber umsetzen? Das Microsoft Homehub ist vielleicht momentan das einzig greifbare in der nächsten Zeit. Wer nicht selber bauen möchte oder die Konkurrenz außer Augen lässt für den wird nur die gewohnte Tee Stunde mit einer Priese Geduld bleiben.

Wie findet ihr die Konzepte? Wünscht ihr euch schon länger ein Smart Home Feature von Microsoft? Diskutiert eure Meinungen im Kommentarbereich und lasst mir Feedback da!

Unsere Telegramgruppe: Windows Love Talk

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Anna

Developerin (C#, Lua, Web), Gamerin, Junkfood Sympathisantin, <3 for Windows

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